Carl-Alexander-Park

    Beitrag vom: 27.08.2018

     

    Carl-Alexander-Park

    Naherholungs- und Naturschutzgebiet

    Mit der Verabschiedung des so genannten Landschaftsplanes II hat der Kreistag des Kreises Aachen am 1. April 2004 den Beschluss gefasst, dass die Halde Carl-Alexander zum Naturschutzgebiet wird. Dieses war ein denkwürdiges Ereignis, denn damit erhielt Baesweiler sein erstes Naturschutzgebiet.

    Die frühere Steinkohlengrube wurde bereits im Jahre 1975 geschlossen. Im Anschluss gelang es der Natur, das Gelände auf der Abraumhalde fast ungestört zurück zu erobern. Seltene Tierarten, eine reichhaltige Vogel- und insbesondere Insektenwelt konnten hier in den vergangenen Jahrzehnten wieder heimisch werden. Feuchtgebiete in einigen Bereichen sowie Extrembedingungen an den kargen Südhängen sorgten für eine vielfältige Flora und Fauna. Darunter sind vom Aussterben bedrohte und besonders geschützte Arten. Diesen Schutz gilt es dauerhaft sicherzustellen!

    Im Rahmen der Euregionalen 2008 wurde die Halde im Mai 2008 zur Naherholung für die Bevölkerung geöffnet. Der eigentliche Haldenkörper soll dabei der ruhigen Erholung und der Naturbeobachtung dienen. Eine spektakuläre Steg- und Treppenanlage sowie ein Wanderweg führen zum Haldenplateau. Oben eröffnet sich ein eindrucksvoller Ausblick über die Region. Bei klarem Wetter kann man sogar die Hügelketten des Siebengebirges erkennen.

    Der übrige Bereich des Haldenkörpers ist als Naturschutzgebiet gesperrt und darf weder begangen noch befahren werden, während das Gebiet rund um die Halde zur Naherholung sowie für Sport und Spiel gestaltet wurde. Ein etwa 3,5 km langer Haldenrundweg geleitet Wanderer und Radfahrer rund um das Gelände. Ein Gastronomiebetrieb lädt zur Einkehr ein.

    Die Grünen haben bei allen Beratungen in den Ratsgremien großen Wert darauf gelegt, dass der Naturschutzgedanke nicht vernachlässigt und die am Haldenfuß bereits bestehenden Grünbereiche nicht komplett umgepflügt, sondern in die Neugestaltung einbezogen werden. Dennoch hat die Gestaltungswut der Planer in manchen Bereichen leider über den Naturschutzgedanken gesiegt. Städtische Veranstaltungen insbesondere in der ersten Zeit nach der Eröffnung wie zum Beispiel ein nächtliches Johannisfeuer auf dem Haldenplateau Ende Juni 2008 – also in der Hauptbrut- und Vegetationsperiode – haben deutliche Zweifel daran aufkommen lassen, dass die Notwendigkeit eines aktiven Naturschutzes von Verwaltung und Ratsmehrheit ernst genommen werden.

    Die GRÜNEN appellieren daher an alle Besucherinnen und Besucher des Carl-Alexander-Parks, die Regeln des Naturschutzes zu beachten, auf den Wegen zu bleiben, Hunde an der Leine zu führen und weder Pflanzen noch freilebende Tiere mitzunehmen.

    Einen kleinen Einblick in die Natur vermitteln die nachfolgenden Fotos:


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