Jugend

    Beitrag vom: 04.05.2014

     

    Jugend in Baesweiler – Angebot ausbauen

     

    Ein ausreichendes Angebot für Kinder – in Baesweiler ist das kein Problem und so soll es auch sein. Angefangen von gut ausgestatteten Kindertagesstätten und Familienzentren mit U3-Betreung über Nachmittagsbetreuung an den Grundschulen wie beispielsweise die Offene Ganztagsschule ist vieles nachfragegerecht ausgebaut. Zudem wird seitens der Städteregion an flexibleren Öffnungszeiten der Kindergärten gearbeitet, was berufstätigen Eltern eine weitere Hilfe sein wird. Auch das kindgerechte kulturelle Angebot passt, wie Kindertheater, Stadtbücherei-Programm, Lach-Möwen-Löwentag, Kinderferienspiele und verschiedene Einzelveranstaltungen zeigen. Fazit: Für Kinder gibt es das ganze Jahr über ein gutes Angebot.

    Allerdings lichtet sich das Bild, wenn man die Altersklasse von 15-18 Jahren betrachtet. Diese Altersgruppe hat noch keinen Führerschein und ist also auf ein jugendgerechtes und preiswertes Angebot am Wohnort angewiesen. Während die Generation 55+ noch oft von drei Baesweiler Discotheken mit Club-Charakter und verschiedenen offenen Jugendtreffs der Kirchen und der AWO in den 1970er Jahren schwärmt, ist es für heutige Jugendliche ausgesprochen mager geworden. Insbesondere Sport- und Musikvereine betreiben Jugendarbeit, aber das ist nicht alles. Was gibt es also noch?

    Das Jugendcafé „JuCa“ neben der Hauptschule im Stadtteil Baesweiler hat ein Angebot. Samstags ist zwar geschlossen, stattdessen ist sonntags geöffnet. Auch der Malteser Jugendtreff bietet ein Angebot. Nur – wer auf den Link auf der Baesweiler Homepage klickt, gelangt zwar auf die Website der Malteser Deutschland, dort jedoch keineswegs auf das Programm des Jugendtreffs. Hilfreich ist so etwas nicht! Darüber hinaus wartet das neue Projekt „Haus Setterich“ mit einem Programm für Jugendliche auf. Einmal im Jahr gibt es den CAP-Band-Contest – immerhin. Die beliebtesten Treffpunkte finden jedoch mehr oder weniger spontan unter freiem Himmel statt, an den verschiedensten Orten im Stadtgebiet. Deshalb fragen insbesondere die Grünen:

    Stimmt das Jugendangebot im Stadtgebiet Baesweiler? Erreicht es überhaupt diejenigen, für die es sein soll?

    Die Grünen haben bereits das Jugendmobil in Herzogenrath (s. Foto) besichtigt. Dieses Modell kommt dort gut bei den Jugendlichen an. Ebenso regen wir an, die Camp-Box im Carl-Alexander-Park probeweise an Wochenenden als offenen Jugendtreff zu nutzen. Die Grünen möchten, dass das Jugendangebot neu auf die Jugend ausgerichtet wird und die Jugendlichen an der Gestaltung beteiligt werden. Ein mögliches Mittel wäre eine Befragung der Jugend im Internet. Denn die Attraktivität einer Stadt kann für diese Altersgruppe nur dann bestehen, wenn man auch weiß wie der Bedarf ist. Es macht keinen Sinn, ein Angebot zu schaffen, das nicht genutzt wird, weil es an den Interessen der Jugendlichen vorbei geplant wurde. Zudem ist für diese Altersgruppe Mobilität sehr wichtig. Dazu muss das Busangebot entsprechend gestaltet werden. Auch der Breitbandausbau trägt zu einer Attraktivität bei.


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