Schulen

    Beitrag vom: 28.01.2016

     

    Zur Situation der weiterführenden Schulen

    Die Schülerzahlen gehen seit einigen Jahren auch in Baesweiler spürbar zurück. Während die Gesamtschülerzahl bis 2006 noch bei ca. 3.900 lag, liegt diese (Stand: Ende 2015) unter 3.000. Diese Entwicklung macht sich zum einen bei den Grundschulen bemerkbar (2007 = 1.414; 2015 = 1.115 Schüler), zum anderen bei den weiterführenden Schulen. Während die Situation an Gymnasium und Realschule nach wie vor stabil ist, gehen die Zahlen an der Hauptschule dramatisch zurück (2007 = 574; 2014 = 267 Schüler), die Lessingschule in Setterich musste aufgrund dieser Entwicklung bereits geschlossen werden, die Hauptschule Goetheschule schließt in wenigen Jahren ebenfalls. Hinzu kommt, dass etwa 60 Eltern pro Jahrgang ihre Kinder an den Gesamtschulen der Nachbarstädte Alsdorf und Übach-Palenberg anmelden.

    Während Bündnis 90/Die Grünen bereits 2009 im Stadtrat die damalige Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes ablehnten, weil dieser die aktuelle Entwicklung ignorierte, stimmten CDU und SPD diesem zu. Im „Schönfärben“ des dreigliedrigen Schulsystems und im „Wunschdenken“ sahen die Grünen seinerzeit eine schlechte Ausgangsbasis für eine zukunftsweisende Schulentwicklungsplanung.

    Während bei der SPD zwischenzeitlich ebenfalls die Erkenntnis gereift ist, dass sich die Methode „weiter so“ als Irrtum erwiesen hat, hat sich die Baesweiler CDU sowohl im Stadtrat als auch im Schulausschuss deutlich dahingehend positioniert, am dreigliedrigen Schulsystem in Baesweiler festzuhalten. Bei der nun anstehenden erneuten Fortschreibung der Schulentwicklungsplanung hat es die CDU gegen die Stimmen von SPD und GRÜNEN darüber hinaus abgelehnt, ein externes Fachbüro mit dieser Arbeit zu beauftragen. Die Stadtverwaltung soll es nun richten, die bereits 2009 eine Planung vorgelegt hat, die von der Wirklichkeit in kurzer Zeit eingeholt wurde (Stichworte: Schließung der Lessingschule, Umwandlung der Grundschulen Beggendorf und Loverich in Außenstellen benachbarter Schulen zur Vermeidung der kompletten Schließung).

    Goetheschule Baesweiler

     

    Lösungsansätze: Nach Auffassung der Grünen ist es in Baesweiler dringend erforderlich, die Situation der weiterführenden Schulen erneut zu bewerten. Die Hauptschule Gortheschule läuft aufgrund weiter rückläufiger Anmeldezahlen aus und schließt in wenigen Jahren. Die Realschule soll nun die Schüler/innen mit Hauptschulempfehlung zusätzlich beschulen. Der weitere Rückgang der Schülerzahlen sowie die Bildung weiterer Gesamtschulen in den Nachbargemeinden werden ebenfalls nicht ohne Auswirkung auf die Baesweiler Schullandschaft bleiben. Es sollte jedes Kind auch in Baesweiler eine Schulform finden, die ihm die Chancen auf eine erfolgreiche Bewerbung in der Arbeitswelt eröffnet. Das Gymnasium sollte erhalten bleiben. Ebenso ist es wichtig, dass diejenigen, die derzeit Haupschule oder Realschule besuchen, hier ihren Abschluss machen können. Eine zukunftsfähige und nachhaltige Lösung sehen die GRÜNEN darin, sowohl Haupt- als auch Realschule auslaufen zu lassen und gleichzeitig durch eine Gesamtschule Zug um Zug zu ersetzen. Bei dieser Lösungsfindung und Willensbildung sind insbesondere die Eltern gefragt, deren Kinder zukünftig eine weiterführende Schule besuchen werden. SPD und GRÜNE setzen sich daher seit 2013 im Stadtrat für eine umfassende Elternbefragung eingesetzt, was jedoch die CDU mit ihrer Ratsmehrheit abgelehnt hat.


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