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Euregiobahn

Beitrag vom: 22.04.2014

 

Die Euregiobahn kommt nach Baesweiler

 

Grundsätzliches geklärt – Termin noch offen

 

Die im Herbst 2012 im Baesweiler Rathaus vorgestellte Machbarkeitsstudie schafft Klarheit. Die Anbindung Baesweilers an das Netz der Euregiobahn ist grundsätzlich möglich. In Verbindung mit weiteren Haltepunkten entlang der Trasse zwischen Alsdorf und Baesweiler ist ein ausreichendes Fahrgästepotential vorhanden. Der Zeitpunkt, wann nun der erste Zug nach Baesweiler fährt, ist offen. Nach den Verzögerungen beim bisherigen Fortschritt des Netzausbaus, rechnen Fachleute nicht mit einer Realisierung vor 2020. Dann soll es jedoch eine elektrisch betriebene Bahn sein, die deutlich leiser und effizienter fährt als ein Dieselzug.

Der Ortsvorstand der Baesweiler Grünen vor der Euregiobahn.

 

Voraussetzung für die Anbindung Baesweilers ist – neben der Finanzierung – die Bedienung des Alsdorfer Annaparks im 30-Minuten-Takt, denn hier besteht ein entsprechend hohes Fahrgastaufkommen. Weitere Voraussetzungen sind der Ringschluss und die Elektrifizierung der Strecke Herzogenrath-Alsdorf-Stolberg sowie – ganz aktuell – die Realisierung einer neuen Verbindung von Maastricht über Herzogenrath nach Aachen. Dann wird es möglich sein, von Baesweiler aus in ca. 45 Minuten den Aachener Hauptbahnhof per Euregiobahn zu erreichen.

Diskussionen hat in Baesweiler die Frage der zukünftigen Führung der Bahntrasse nach Alsdorf ausgelöst. Denn die frühere Grubenbahntrasse zwischen Carl-Alexander und Merkstein kommt auf keinen Fall in Frage, zu groß sind hier die zu überwindenden Hindernisse. Hier müssten mindestens drei neue Brücken oder Unterführungen gebaut werden. Zu überwinden wären die Bundesstraße zwischen Alsdorf (Nordfriedhof) und Boscheln, die Umgehungsstraße zwischen Neuweiler und Merkstein und nicht zuletzt die neue Umgehungsstraße B 57n. Außerdem müsste zwischen neuem Seniorenpark, Carl-Alexander-Park, Moschee, Lidl und Gewerbebetrieben noch Raum für eine Trassenführung sowie einem Haltepunkt gefunden werden.

Wesentlich einfacher gestaltet sich daher die Anbindung über die noch bestehende Bahntrasse zwischen Alsdorf-Mariadorf und Siersdorf. Hier ist die Infrastruktur mit allen Brückenbauwerken vorhanden, so dass nur das relativ kurze Stück von Siersdorf nach Baesweiler neu zu errichten ist. Der neue Baesweiler „Hauptbahnhof“ wäre danach zwischen dem Settericher Adenauerring und dem Baesweiler Sportpark zu errichten. Die Anbindung über Siersdorf ist zwar etwas länger als über die Carl-Alexander-Trasse, die zusätzliche Fahrzeit beträgt jedoch nur eine Minute. Der neue Haltepunkt sollte mit Parkplätzen, Fahrradboxen und mit einer guten Anbindung an das Busnetz geplant werden. Nicht ohne Grund legen die Grünen hierauf besonderen Wert.

Nicht erst 2020, sondern bereits jetzt könnte jedoch die Anbindung Baesweilers an das Bahnnetz über Busverbindungen deutlich optimiert werden, denn der aktuelle Zustand ist unbefriedigend bis katastrophal. „Jetzt handeln!“ lautet daher die Forderung der Baesweiler Grünen.

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